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Von den verhinderten katastrophen beim landesbudget

Von den verhinderten Katastrophen beim Landesbudget
Der 2011 neu gewählte Vorstand des Dachverband der der Salzburger Kulturstätten (s. Bild) führt zur Zeit laufend Gespäche mit den zuständigen KulturpolitikerInnen und BeamtInnen von Stadt und Land Salzburg.
Das erste Treffen galt der neuen Leiterin der Kunst- und Kulturabteilung Claudia Prommegger. Als Antrittsbesuch verlief das Gespräch in einer offenen, kommunikativen und konstruktiven Atmosphäre.
Beim Treffen von Vertretern des Dachverband Salzburger Kulturstätten mit Kulturlandesreferent David Brenner (SPÖ) am 20. 10. d.J. waren die angekündigten Budgetkürzeungen ein zentrales Thema. Die Interessenvertretung von 75 Salzburger Kulturinitiativen konnte zumindest einen Etappenerfolg erzielen:
Kulturbudget 2012
Kulturlandesrat David Brenner vertrat beim Gespräch die Meinung, dass er darum gekämpft habe, den Landes-Beschluss der 8-prozentigen-Kürzung in der (freien) Kultur zu mildern, indem er von der hohen Landestheater-Rücklage von über EUR 8 Millionen einen Betrag von EUR 300.000 ins freie Budget umgeschichtet habe, um größere Katastrophen zu verhindern.
Jene Kultureinrichtungen, die längerfristige Förderverträge abgeschlossen hätten, seien ohnedies von vornherein von diesem 8 %-Kürzungsbeschluss ausgenommen gewesen. Künftig solle das besser kommuniziert werden.
Der Dachverband gab sich damit noch nicht zufrieden, Vorsitzender Tomas Friedmann wiederholte die Frage: »Warum kann das öffentlich geförderte Salzburger Landestheater mit Kenntnis und Zustimmung von Stadt und Land Salzburg über Jahre Millionen rückstellen, wenn gleichzeitig der (freien) Kunst und Kultur gegenüber immer wieder gesagt wird, es sei zu wenig oder gar kein Geld für Förderungen vorhanden und man müsse kürzen oder maximal alles beim Alten belassen?«
Offen bzw. nur zum Teil beantwortet blieb auch die Frage, wo die nun »nur mehr« fehlenden EUR 70.000 in der freien Kultur eingespart werden. Es gäbe weitere interne Umschichtungen, Kürzungen können nicht ausgeschlossen werden, so David Brenner.
Der Dachverband Salzburger Kulturstätten sprach sich klar gegen jede Kürzung aus und zeigt kein Verständnis, dass nicht wenigstens die volle Summe von EUR 370.000 von den vorhandenen 8,7 Millionen Landestheater-Euro genommen werden, damit es wenigstens nicht zu Kürzungen kommt.
Darüber hinaus sei ein Beibehalten der Förderhöhen bei Nicht-Ausgleich von mindestens der Inflationsrate eine reale Kürzung, betonten die Vertreterinnen und Vertreter der 75 Kulturinitiativen aus Stadt und Land. Man werde weiterhin für mehr Gerechtigkeit kämpfen, denn schließlich seien nicht nur irgendwelche abstrakten Häuser von Einsparungen betroffen, sondern hunderte Menschen – Künstler wie Beschäftigte – und deren Familien.
(Quelle: Presseaussendung des Dachverband der Salzburger Kulturstätten, 20.11.2011)




Wie lange noch…?
Submitted by Anonym on Tue, 08/11/2011 - 17:27Solange es nicht zu einer klaren Vorgabe seitens der Politik kommt, die freie Kunstszene kräftig zu fördern, auch auf die Gefahr hin, dass sie unbequem ist, werden institutionalisierte Einrichtungen weiterhin das Sagen haben. Und die Künstler werden weiterhin an der Armutsgrenze leben und sich verbluten
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