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Programm

Produktion

Gilgamesh 21

  • Premiere: Sonntag 27. Mai 2018, 19:30
  • 30. Mai 2018, 19:30
  • 02. Juni 2018, 19:30
  • Letztmalig: Sonntag 3. Juni 2018, 19:30

Pernerinsel

Eine Geschichte, über 4.000 Jahre alt. Spielt sie im Heute? Im Morgen?

Zeit und Raum scheinen aufgelöst. Bühne und Figuren verschmelzen in Reflexionen und Projektionen, tauchen ein in Musik und formen sich immer wieder neu.

Auf der Suche nach Selbsterkenntnis, nach dem Kern des Menschseins, das erst in der Spiegelung mit dem Du möglich wird, durchschreitet Gilgamesh alle Höhen und Tiefen seines Daseins. Vom unbeherrschten Despoten wandelt er sich zum weisen König. Auf dem Weg dorthin wird er von Allmachtsphantasien beherrscht, von Ängsten geplagt, mit der Vergänglichkeit konfrontiert. Seine Welt ist ein Welt des gesellschaftlichen Umbruchs. Seine Sehnsucht ist die nach ewiger Jugend und Unsterblichkeit.

Gilgamesh, der König von Uruk, ist maßlos, seine Herrschaft willkürlich. 
Da erschaffen die Götter Enkidu, ein Wesen, das aus der Steppe kommt, aus der Natur. Er soll ausgleichend auf den egomanischen König einwirken. Ganz im Sinne der Götter werden die beiden Freunde, aber anstatt für die Menschen von Uruk als "guter Hirte" zu sorgen, machen sich die beiden auf den Weg in den Zedernwald, um Humbaba, den Hüter des Waldes zu töten. Sie beginnen den Wald abzuholzen.

Die Themen unserer Zeit, wie Umweltzerstörung, Raubbau an der Natur, Suche nach dem ewigen Leben durch Antiagingmittel und intensiv betriebene  wissenschaftliche Forschungen werden hier bereits angedeutet und abgehandelt.

"GILGAMESH 21" ist die die zeitgemäße Auseinandersetzung mit dem ältesten, in einem Epos überlieferten Mythos der Welt, gespiegelt ins 21. Jahrhundert. 

Sarkasmus, Witz, und Ironie, wie sie bereits im Epos enthalten sind, dürfen auch an diesem Abend nicht fehlen. 

Agustin Castilla-Avila wird dafür die Musik komponieren. Mikrotonal, inspiriert von der Musiksprache arabischer Kultur, werden er und Sophie Hassfurther jeden Abend live neu erschaffen. Gertraud Steinkogler-Wurzinger wird ihre eigenen Kompositionen singen.

Nicole Baïer wird mit ihren eigenwilligen Bildern das Geschehen kommentieren und konterkarieren.

Mitwirkende

Auf der Bühne –  Wolfgang Kandler, Mareike Tiede, Wolfgang Oliver (Performance); Astrid Fürhalter-Royer, Ilse Lackenbauer, Valerie Schöberl, Markus Stangl, (Puppenspiel); Agustín Castilla-Ávila (Gitarren) Sophie Hassfurther (Reeds) Gertraud Steinkogler-Wurzinger (Gesang).

Bühnenbild – Alois Ellmauer
Videoinstallation – 
Nicole Baïer
Kostüme – Pablo Alarcón
Bühne und Figurenbau – Alois Ellmauer
Tonmontagen und Lichtdesign – Helfried Hassfurther 

Regie – Christa Hassfurther, Bashir Khordaji