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Programm

Theater unterwegs

Zwei alte Damen tanzen Walzer

Nach “Liebe Schwester” von Renate Welsh
  • Mi. 16. Mai 2012, 20:00 Uhr
    Theaterfestival Focus-Spectaculum
    in Kirchdorf a.d. Krems

Karla und Sefa haben sich entschlossen, zurück in die elterliche Wohnung zu ziehen: Kinder und Enkelkinder der beiden Schwestern sind aus dem Haus, die Ehemänner verstorben. Die Beziehung der zwei Schwestern zueinander ist liebevoll und bissig zugleich.


Eines Tages erinnert sich eine in Amerika lebende Enkelin ihrer österreichischen Wurzeln und beginnt Fragen zu stellen. So kommt Bewegung in das Leben der bei-den Frauen: Nicht immer stimmen ihre Erinnerungen an die Kindheit, den Kriegsausbruch und die NS-Zeit überein.

Mitwirkende

Sefa – Astrid Fürhapter-Royer
Karla – Ilse Lackenbauer

Bühne – Alois Ellmauer
Kostüme – Wilhelmina von Rau
Produktionsleitung – Christa Hassfurther
Öfentlichkeitsarbeit – Franziska Lipp
Licht/ Ton – Helfried Hassfurther
Regie – Katrin Artl

Pressestimmen

In einem liebevoll mit altmodischen Möbeln eingerichteten Zimmer sitzen die beiden Schwestern nebeneinander in Polstersesseln. Allein schon die Accessoires auf ihren kleinen Tischchen lassen große Unterschiede erkennen. Während Karla, die Jüngere der beiden, ein Kosmetikköfferchen neben sich stehen hat, ständig nach passender Musik in ihrem Radio sucht und einen Nerzmantel locker um die Schulter gehängt hat, sieht es auf Sefas Seite eher spartanisch aus. Da stehen nur ein paar Grabkerzen, die auf den nächsten Friedhofsbesuch warten. Schon bald merkt man unterschwellige Aggressionen und unterdrückte Eifersucht hinter den Differenzen. Der schwesterliche Konflikt sitzt tief und wurzelt in der Kindheit und Jugend.

Ilse Lackenbauer als Karla ist eine herrlich schrullige, etwas boshafte, doch auch charmante alte Dame. Ihre Augen glitzern verdächtig, wenn sie sich bedienen lässt, denn sie hat es ja in den Beinen und zeigt uns des Öfteren den schwierigen Umgang mit Gummistrümpfen. Astrid Fürhapter-Royer überzeugt in der Rolle der frustrierten und leicht depressiven Sefa. Bis heute weiß sie nicht, ob ihre Schwester sie damals, vor 27 Jahren, mit ihrem Ehemann betrogen hat, und das macht ihr schwer zu schaffen.

Ein amüsanter Abend für Menschen jeden Alters, der sich mit dem Älterwerden, mit Schwesternbeziehungen und Vergangenheitsbewältigung in wunderbar humorvoller Weise auseinandersetzt (aus: Dorfzeitung/ Elisabeth Pichler)